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Raumvernebelung: Bio-Dekontamination mit gasförmigem Wasserstoffperoxid

Raumdesinfektion mit Wasserstoffperoxid (H2O2) und Silberionen.

Warum überhaupt ein Desinfektionsmittel auf Basis von Wasserstoffperoxid?

Gründe der Arbeitssicherheit, der Biozid-Richtlinie sowie der Chemie der Wirkstoffe sprechen für ein Desinfektionsmittel auf Wasserstoffperoxidbasis (Sauerstoffabspalter) und somit gegen folgende andere Desinfektionsmittel:
Peressigsäuren können eine eingeschränkte Materialverträglichkeit aufweisen
Alkalien zeigen ein eingeschränktes Wirkungsspektrum
Quaternäre Ammoniumverbindungen besitzen keine Wirkung gegen Sporen und haben einen hohen Eiweiss- und Seifenfehler
Aldehyde weisen eine geringe Reinigungskraft und Eiweissbelastbarkeit auf
Alkohole zeigen keine sporizide Wirksamkeit

Die Trends: Raumbegasung mittels Kaltvernebelung und VHP-Technologie (Vaporized Hydrogen Peroxide)

Info: Zu unterscheiden von VHP ist wiederum die sogenannte HPV-Technologie (Hydrogen Peroxide Vapour).

Das als klassisch geltende mikrobizide Gas Formaldehyd kommt nach wie vor bei der Raumdekontamination mittels Kaltvernebelungsverfahren zur Anwendung. Der Einsatz dieses Gases wird jedoch aufgrund seiner Toxizität und kanzerogenen Eigenschaften in zunehmenden Masse von behördlicher Seite eingeschränkt. Mit der Entdeckung, dass gasförmiges Wasserstoffperoxid bereits in niedrigen Konzentrationen eine bakterizide und sporizide Wirkung entfaltet, setzt sich die VHP-Technologie (Vaporized Hydrogen Peroxide) immer mehr durch.
Dieses VHP-Verfahren hat in den letzten Jahren den Einsatz von Formaldehyd u.a. aus dem Bereich der Dekontamination von Reinräumen fast vollständig verdrängt.

Wir setzt auf ein umweltfreundliches Kaltvernebelungsverfahren: Die Aerosolvernebelung von Wasserstoffperoxid in Verbindung mit Silberionen (verwendete Flüssigkeit: Diosol). Diosol ist bakterizid, fungizid, viruzid und sporozid. Die beiden Hauptwirkstoffe Silber und Wasserstoffperoxid potentieren sich in ihrer bioziden Wirksamkeit, was das Produkt wesentlich stärker als handelsübliches Wasserstoffperoxid macht.

Die Vorteile der Raumbegasung auf Basis von gasförmigem Wasserstoffperoxid – Ein Vergleich zu Formaldehyhd

Im Gegensatz zur Begasung mit Formaldehyhd erfordert eine Begasung mit Wasserstoffperoxid (H2O2) keine Sättigung der Luft mit Feuchtigkeit und für die sporizide Wirkung keine hohen Temperaturen, kann also unter Praxisbedingungen in Laborräumen und Abluftanlagen leichter realisiert werden.
Die biozide Wirkung von gasförmigem H2O2 liegt in seiner oxidierenden Wirkung und der Bildung von Radikalen, was zur Schädigung von Proteinen, Nukleinsäuren oder anderen essentiellen Komponenten von Viren und Mikroorganismen führen kann.
Die Raumbegasung mit Formaldehyhd ist im medizinischen Bereich zwar ein anerkanntes Verfahren, wird aber wegen des giftigen, kanzerogenen und sensibilisierenden Potenzials des Aldehyhds speziellen Situationen vorbehalten.
Die IARC/WHO stuft aktuell Formaldehyhd in die höchste karzinogene Gruppe 1 ein, während H2O2 als nicht klassifizierbar in die Gruppe 3 eingestuft wird. Somit ist insgesamt für Formaldehyhd ein höheres karzinogenes Potenzial im Vergleich zum H2O2 anzusehen. In Frankreich darf Formaldehyhd seit September 2006 nicht mehr zur Raumdekontamination verwendet werden, seit 2007 wurde dort sogar die Produktion der Substanz eingestellt.

Weitere Nachteile der Raumbegasung mit Formaldehyhd:
Dauer des Prozesses
aufwändige manuelle Nachreinigung nach Neutralisation des Gases
potenziell schädigende Wirkung auf elektronische Bauteile und Geräte
Erlaubnis muss bei zuständiger Stelle jeweils beantragt werden (TRGS 522)

Das Dekontaminationsverfahren mit Wasserstoffperoxid hingegen
ist einfach zu beherrschen
arbeitet rückstandsfrei ohne Nachreinigung (bei ausreichender Belüftungsphase)
schont Geräte und Anlagenressourcen
ist in seiner Wirkung zuverlässig und reproduzierbar
bietet bei Raumtemperatur ein breites Wirkungsspektrum

Die wichtigsten Vorteile bzw. der Mehrwert unserer Bio-Dekontamination mit Wasserstoffperoxid und Silberionen auf einen Blick:

Biokompatibel: es wird während des Dekontaminationsprozesses mit DioProtection lediglich Wasser- und Sauerstoff in Verbindung mit Silberionen verwendet. Die in unserer zu 99,9% biokompatiblen Flüssigkeit Diosol enthaltene, geringe Menge an Silberionen sorgt für einen Katalysatoreffekt hinsichtlich der Desinfektionswirkung.

Sicher und zuverlässig: Unsere gasförmige Vernebelung gilt als nicht-kanzerogen im Gegensatz zu Formaldehyd, welches von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als höchst krebserregend eingestuft wurde.

Materialverträglichkeit: wenn DioProtection effizient gemäss Herstellerangaben eingesetzt wird, schadet es weder sensiblen elektronischen Geräten oder Oberflächen noch Möbeln. DIOP (bzw. Schütz Dental) setzt dieses Verfahren bereits seit 2003 ein und hatte bis zum heutigen Tage noch keine Probleme bzw. Beschwerden hinsichtlich der Materialverträglichkeit.

Schnelligkeit: der gesamte Prozess der Biodekontamination mittels Raumbegasung ist schnell und es entfällt das zeitintensive Nachwischen der vernebelten bzw. desinfizierten Oberflächen. DioProtection steht für eine rückstandsfreie Desinfektion.

Breites Wirkungsspektrum: Diosol ist ein qualitativ hochwertiges, nach VAH/DGHM-Prüfkriterien entwickeltes und vielfach erprobtes Desinfektionsmittel mit einem breiten Wirkungsspektrum an biologischen Keimen.